"Tag des Wanderns", 18. September 2020


Manfred Querl

Es hätte so schön sein können! Doch der Coronavirus hat den 14. Mai, und auch das gesamte Wanderprogramm des Upländer Gebirgsverein (UGV) so richtig vermasselt. Aber Gott sei Dank hat der Deutsche Wanderverband (DWV) nicht resigniert und den 18. September als Ersatz angeboten. Gut so! So konnten wir uns in diesem Jahr doch noch an dem bundesdeutschen "Tag des Wanderns" erfreuen.

Dieser Tag hat sich mittlerweile zur beliebten Freizeitaktivität in Deutschland entwickelt, und ist bereits ein fester Bestandteil im Wanderplan vieler Vereine geworden. Er steht auch allen Menschen offen, ob Groß oder Klein. Unsere Exkursion stand unter dem Motto: "Die Sportstättentour". So trafen wir uns bei bestem Wanderwetter mit 9 Wanderern um 10:00 Uhr am Besucherzentrum, um unseren Marsch zu beginnen. Dazu begrüßte uns der Wanderführer Manfred Querl ganz herzlich, und erklärte den Grund und das Ziel unserer heutigen Wanderung. Danach folgten Hinweise zu Abstandsregeln, auf Grund der Corona-Pandemie.

So erklärte er uns auch, dass dieser Tag ein Aktionstag des Deutschen Wanderverbandes sei, und dass viele Ortsgruppen der Wandervereine im gesamten Bundesgebiet vielerlei Veranstaltungen an diesem Tag anbieten. Die thematische Fülle erstreckt sich dabei von Wandern, Naturschutz sowie Gesundheitswanderungen und vieles, vieles mehr. Das Ziel ist, einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, wie vielfältig das Wandern ist, wie es das Freizeitangebot bereichert und der Gesundheit dient.

Die erste Station war die Orenberg Schanze. Es sind drei parallel verlaufende Trainingsanlagen für die Skisportjugend. Hier machen sie ihre ersten Erfahrungen im Skispringen. Die Schanze ist mit Matten ausgelegt und Olympia Stützpunkt. So können die Springer unter fachkundiger Beobachtung der Trainer das ganze Jahr intensiv trainieren. Weiter führte der Weg über den Pilgerpfad, den Besinnungsweg.

Es ist ein beschilderter Rundwanderweg mit rund 17 km Länge. Er verbindet vier Kirchen des oberen Uplands miteinander: Willingen, Schwalefeld, Rattlar und Usseln. An ihnen beginnt jeweils ein neuer thematischer Abschnitt. Jede Wegstrecke führt über herrliche Wanderwege zu einzigartigen Ausblicken. Außerdem werden Pilger durch 46 Stationsschildern mit biblischen oder anderen geistlichen Impulsen zum Nachdenken über den eigenen Lebensweg angeregt.

Sehr bald erreichten wir dann das Biathlon-Zentrum des Ski-Clubs Willingen. Diese beleuchtete Anlage wurde 1997 erbaut und ist 2,5 km lang. Sie bietet den Biathleten und Skiläufern im Sommer und Winter optimale Trainingsbedingungen und ist ebenfalls Olympia Stützpunkt. Auch hier konnte Manfred diverse Fragen zum Training im Biathlon-Sport fachgerecht beantworten.

Die nächste Sportstätte war die Weltcupschanze am Mühlenkopf, wo seit 1995 alljährlich das Weltcup Skispringen stattfindet. Hier kehrten wir erst einmal in das Erlebnislokal "Aufwind" ein, um uns zu stärken, und die vielen Informationen von unserem Wanderführer zu verinnerlichen. Nach der Wanderpause fuhren wir mit der Standseilbahn 154 Meter nach oben zum Sprunganlauf. So wurde uns der Aufstieg zur größten Sprungschanze der Welt spürbar erleichtert. Von hier aus hatten wir einen grandiosen Blick auf die gesamte Anlage.

Danach wanderten wir weiter zur Großen Grube. Dieser Platz gehört mit 8 Wanderwegen zu einem der größten Wanderkreuzungen im Sauerland und ist Rothaarsteig Zubringerstrecke. Hier wurde auch bis ins 16. Jahrhundert in ausgehobenen Gruben Holzkohle für die Eisenerz-Verhüttung gebrannt. Zudem findet an dieser Stelle einmal im Jahr der ökumenische Gottesdienst statt, der von unserem UGV-Verein organisiert und ausgestaltet wird.

Die letzte Station war der Willinger Bikepark auf dem Ettelsberg, er ist 838 Meter hoch gelegen und wurde erst 2019 mit dem Sessellift K1 fertig gestellt. Auch hier erklärte Manfred uns die gesamte Anlage. Dazu gehören ebenso die 4 neu geschaffenen Trails. Es sind: der "Flow Country Trail, der Flow Trail sowie der Freeride Trail und die Downhill Strecke". Alle Bahnen haben unterschiedliche Streckenlängen und Schwierigkeitsgrade. Der Sessellift K1 befördert die Biker in wenigen Minuten nach oben zum Ziel, um anschließend auf eines dieser Bahnen unter herausfordernden Bedingungen, wieder nach unten zu fahren. Beim Abstieg vom Ettelsberg konnten wir noch einmal fantastische Ausblicke auf Willingen und seine Umgebung erleben. Sehr schnell erreichten wir jetzt unser Ausgangsziel das Besucherzentrum (BZ). Erlebnisreiche 14 Kilometer und viele Höhenmeter waren geschafft!

Zwar ist der 14. Mai als Traditions-Wandertag in diesem Jahr ausgefallen. Doch entscheidend ist, dass er am 18. September nachgeholt werden konnte. Wir versuchen in jedem Jahr eine Themenwanderung anzubieten. War es im letzten Jahr die Grenzwanderung, so standen in diesem Jahr die vielen Sportstätten in Willingen im Vordergrund. Wir wollen hoffen, dass der nächste 14. Mai 2021 wieder Coronafrei ist, und unser Upländer Gebirgsverein e.V. Willingen erneut eine Themenwanderung in Sinne unserer Mitglieder und Gästen anbieten können.

Wandern ist aktiver Sport


Hans Görzen

Bewegen, bewegen, egal ob Wandern oder andere Sportarten. Unser Körper ist ständig in Bewegung, und er ist für ein Leben mit Bewegung programmiert. Ohne Bewegung können sich unser Skelett, die Muskulatur und die inneren Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Der Körper würde degenerieren.

Dass Bewegung durchs Wandern gesund ist, steht außer Frage, nur übertreiben sollte man es nicht. Denn es muss nicht jeder ein Spitzensportler oder Streckenläufer sein. Leistungssport ist ja auch nicht immer gesund.

Etwa ab dem 35. Lebensjahr beginnt die Leistungsfähigkeit des Körpers aufgrund natürlicher Alterungsprozesse abzunehmen. Mit zunehmendem Alter steigt daher das Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen. Ausreichend Bewegung und gezieltes Training helfen, die Risikofaktoren für Erkrankungen zu senken, oder gesund älter zu werden. Bestimmte Auswirkungen von Bewegung können schon nach kurzer Zeit eintreten. Beispielsweise verbessern sich die Muskelkraft und der Fettstoffwechsel in zirka vier bis sechs Wochen nach dem Trainingsbeginn. Um das Risiko für Erkrankungen zu senken und möglichst lange in Gesundheit leben zu können, muss Bewegung jedoch regelmäßig, im richtigen Ausmaß und lebenslang betrieben werden. Das lässt sich schon mit zwei bis drei Stunden pro Woche erreichen, egal ob durchs Wandern, Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Wer seine körperliche Grenzen kennt und akzeptiert, mäßig aber regelmäßig Sport treibt, hat den größten Gewinn für das eigene Wohlbefinden.

Und wie stehen unsere Wanderfreunde zum Bewegungssport? Dazu befragte ich unser langjähriges Mitglied und Kriminalkommissar-Anwärterin Julia Körner aus Frankfurt.

Julia, was bedeutet für dich Bewegung?
Antwort: Bewegung ist für mich das Maß aller Dinge im Leben. Ohne Bewegung würde man physisch als auch psychisch einrosten. Und wahrscheinlich nicht mal ansatzweise so viel Spaß und Freude erleben, oder sich nicht aus eigener Kraft weiter entwickeln können.

Welche Bewegungsart bevorzugst du?
Ich bevorzuge Teambewegungssportarten, insbesondere Fußball, weil im Team alles mehr Spaß macht, und es fällt irgendwann gar nicht mehr auf, wie sehr man sich anstrengt.

Und wie fühlst du dich danach?
Ich merke dann, dass ich etwas Gutes für meine Gesundheit und meinem Wohlbefinden getan habe, aber auch dementsprechend erschöpft bin.

Danke Julia!

Eigentlich weiß jeder, dass Bewegung wichtig ist. Doch leider scheitern viele zu oft an ihrem inneren Schweinehund oder der Bequemlichkeit. Zu warm, zu kalt, zu nass, zu dunkel, zu wenig Zeit. Ausreden gibt’s genug! Die Vorteile eines aktiven Lebens sind zahlreich: von einem besseren Herz-Kreislauf-System zu einer verbesserten Körperhaltung, gesünderen Lunge - bis hin zum Vermindern des Risikos von schweren Krankheiten.

Wusstet ihr eigentlich, dass Sportler seltener krank sind als Stubenhocker?! Moderate Trainingseinheiten härten ab, stärken die Abwehrkräfte und können langfristig diverse Krankheiten vorbeugen. Intensive und ungewohnte Trainingsbelastungen dagegen schwächen das Immunsystem, da der Körper umfangreiche, belastende Aktivitäten erst einmal als Stress empfindet und sich während der Regeneration an die harten Belastungen anpassen muss. Also, lieber langsam an höhere Anstrengungen herantasten.

Was viele oft vergessen: Neben unserem Körper ist Bewegung auch wichtig für unsere Psyche! Aktivitäten machen uns glücklicher, zufriedener und ausgeglichener. Wir fühlen uns einfach besser! Auch lernen wir unsere Grenzen besser kennen und entwickeln somit insgesamt ein besseres Körperbewusstsein. Die gesteigerte Durchblutung und die daraus resultierende Sauerstoffversorgung des Körpers bewirkt, dass Stress abgebaut wird, so kann man sich besser konzentrieren und auch gut schlafen. Auch die Lebenserwartung steigt. Kurz: Wir werden insgesamt nicht nur körperlich, sondern auch psychisch langfristig belastbarer. Wandern als Sport ist einfach eine Wunderwaffe für uns und unsere Psyche!

Lasst uns den inneren Schweinehund erfolgreich überwinden und den Bewegungssport als Ventil nutzen, um Frust, Enttäuschung oder Langeweile im Alltag abzubauen. Man denke nur an all die positiven Veränderungen, die sich durch Bewegung einstellen. Sport durch Wandern oder andere Bewegungsarten ist so wichtig für unsere Gesundheit. Deshalb wartet nicht aufs neue Jahr, einen neuen Monat oder nächste Woche. Legt sofort los und tut etwas für euch! Ihr werdet es nicht bereuen!

Stadtwanderung in Arnsberg am 20. Juni 2020


Manfred Querl

In den vergangenen Monaten hat der Upländer Gebirgsverein e.V. (UGV) einige Stadtwanderungen angeboten. Für diesen Tag bestand der große Wunsch, die Stadt Arnsberg zu besuchen. Denn hier prägen weitläufige Waldflächen das Bild der Stadt und der Umgebung. Auch liegt die Stadt in einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Der Naturpark Arnsberger Wald ist einmaliges Naturschutzgebiet und lädt mit seinem gut erschlossenen Wanderwegenetz zu reinem Wander- und Naturgenuss ein.

Treffpunkt unseres Ausflugs mit 10 Wanderern war der Knotenbahnhof in Brilon Wald, der von Manfred Querl organisiert wurde. Unter Beachtung der Corona-Regeln fuhren wir mit dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel, dem Regionalexpress (RE), zum heutigen Ziel. Mit der Bahn zu fahren wird immer beliebter, oder in der Jugendsprache zu bleiben, es ist richtig cool. Es hat auch viele Vorteile: So bekommt man eher ein Gefühl für die Region, die man besucht. Und während der Zugfahrt kann man sich entspannt zurücklehnen und die Fahrt genießen, oder sich einem guten Buch widmen. Möglich ist aber auch im Internet zu surfen, oder mit Mitwanderer zu plaudern. Dadurch kann die Zeit optimal genutzt werden und kommt stressfrei ans Ziel.

So begann auch für uns die Tageswanderung, ausgeruht und erwartungsfroh. Vom Bahnhof in Arnsberg aus wanderten wir zunächst durch den "kurfürstlichen Thiergarten". Hier sind auch einige vielfältige kulturhistorische Schätze, zu entdecken. Dazu reichen eine Wanderausrüstung und vor allem offene Augen. Dann ging es hinauf zur Stadt. Oben angekommen, führte uns der Weg wieder runter zum Ruhr-Flüsschen. Dort begann auch unser 12 km lange Rundweg. Anfangs nutzen Wanderer und Radfahrer die Strecke gemeinsam. Doch nach ca. 1,5 Kilometer trennen sich die Wege, und wir wanderten durch abwechslungsreiche Wälder mit viel Laubwald und einigen bis zu 400 Jahre alten Eichen und Buchen. Jetzt stiegen wir zum Teufelssiepen hinauf, und erreichten unseren Rastplatz an einem Kohlenmeiler mit Köhlerhütte. Das Landschaftsschutzgebiet Teufelssiepen, mit einer Flächengröße von 1,9 ha, liegt im Stadtgebiet Arnsberg. Und es wurde im Jahre 1998 als Schutzgebiet ausgewiesen. Auf dem leicht hügelig verlaufenden Weg gingen wir weiter zur "Goetheeiche und Schillerbuche". Diese zwei Bäume erreichen ein Alter von 360 bis 380 Jahre, und haben der Talmulde den Namen "Dichtertal" eingebracht. Die Schillerbuche ist 2007 dem Orkan Kyrill leider zum Opfer gefallen. Von hier führte der Weg weiter zur mittelalterlichen Ruine, der Rüdenburg. Die Rüdenburg, auch als "Alte Grafenburg" oder als "Alte Burg" bezeichnet, ist ein Burgrest. Hier konnten wir den Blick auf Arnsberg noch einmal so richtig geniessen. Jetzt war es nicht mehr weit. Vorbei an der Kreuzkapelle und über den Kreuzweg gelangten wir wieder zurück zur Jägerbrücke. Hier endete auch der Rundweg, und wir stiegen wieder zur Stadt auf. Hier gönnten wir uns erst einmal im Biergarten "Altes Backhaus" eine wohltuende Pause.

Am Marktplatz erwartete uns schon die Stadtführerin, die auf markante Gebäude aufmerksam machte, und über die Geschichte von Arnsberg viel zu erzählten wusste. Zum Ende der Führung brachte sie uns noch in Richtung Bahnhof.

Ein schöner, warmer Tag mit vielen Erlebnissen und Eindrücken, ging leider viel zu schnell zu Ende. Doch während der Bahnfahrt konnten wir noch alles einmal Revue passieren lassen. Und wir waren uns schnell einig: Die nächste Stadtwanderung heißt Korbach!

4. Deutscher Winterwandertag vom 22. bis 26. Januar 2020 in Schöneck

Winterwandern im Vogtland


Ein Bericht von Else Kummer

Das Vogtland entdecken, eine neue Region kennenlernen, das war das Ziel der Wandergruppe des Upländer Gebirgsvereins. Schließlich ist Willingen Namensgeber des Deutschen Winterwandertages, und durfte ihn auch schon 2mal ausrichten. Mit 707 Meter ist Schöneck die höchstgelegene Stadt des Vogtlandes, und folgt der Ochsenkopfregion als Gastgeberort. Die Stadt Schöneck und der Verband Vogtländischer Gebirgs- und Wandervereine e.V. waren die Veranstalter des diesjährigen Winterwandertages. Diese Wandertage finden alle zwei Jahre statt und sind vor allem bei Wandervereinen sehr beliebt. Mit Schöneck wurde die Ausrichtung des seit 2014 stattfindenden Wandertages erstmals an eine Region in Sachsen vergeben.

Wir erreichten unser Ziel am Mittwoch gegen Mittag mit 9 Personen, und hatten uns in der Pension Rosenhof eingemietet. Der Organisator dieser Tour war, wie so oft, Rudi Horstmann. Am Nachmittag erkundeten wir den Programmablauf der Veranstaltung, und am Abend nahmen wir am Begrüßungsabend teil. Dabei wurde der Ort Schöneck gebührend vorgestellt, sowie das umfangreiche und abwechslungsreiche Rahmenprogramm erklärt. Im Wanderprogramm waren über 16 verschiedene Touren im Angebot. Dazu gehörten neben Waldwanderungen auch Talsperren-Ausflüge, Schanzentouren, Hundewanderungen sowie Fitness- und Fackelrunden. Alle Wanderungen wurden durch einen der rund 70 ehrenamtlichen Wanderleiter begleitet.

Am nächsten Tag entschied sich ein Teil für die Stadtführung, und die anderen nahmen an der Wanderung teil. Treffpunkt war stets das 770-Meter hoch gelegene IFA Ferienpark-Hotel für alle Wanderungen und Ausflüge. Es ist ein "Familienfreundliches Hotel" mit traumhaftem Panoramablick im Naturpark Erzgebirge. Ganzjährig im Angebot sind vielfältige Freizeit- und Sportmöglichkeiten, Erlebnisbadelandschaft, Beauty und Wellness. Hier wanderten wir auf dem Panorama- und dem Kammweg Erzgebirge-Vogtland. Es sind Qualitätswege in ausgedehnten und heimischen Wäldern. In dieser Mittelgebirgslandschaft kann man die "Natur so richtig spüren"!

Damit die Füße auch mal Pause bekamen, fuhren wir am nächsten Morgen mit dem Bus ins nördliche Vogtland. Hier erwartete uns ein besonderes Highlight, die Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtlandkreis. Sie ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Das Viadukt hat eine Länge von 574 Meter, 81 Bögen auf vier Etagen, und die Höhe beträgt 78 Meter. Die Brücke ist das stolze Wahrzeichen des Vogtlandes, und überspannt zweigleisig das Tal der Göltzsch auf der Bahnstrecke Leipzig–Hof. Noch heute rauschen tagtäglich Züge wie Spielzeugeisenbahnen über den 165 Jahre alten Koloss. Danach folgte ein Besuch in der Manufaktur Plauer Spitzen, und ein erlebnisreicher Tag ging erschöpft zu Ende.

Doch am nächsten Morgen waren wir wieder alle fit, und wussten die zusätzlichen Wanderungen auch sehr zu schätzen. So gab es jeden Abend eine Fackelwanderung mit dem "Moosmann" zur Meiler-Hütte. Hier erwartete uns ein Lagerfeuer und musikalische Unterhaltung. Bei der alternativen Wanderung führte die Wanderung zur roten Mulde. Dort kehrten wir in der Alpenverein-Hütte ein, und ließen es uns mit heißem Tee und guter Verpflegung bei einem Lagerfeuer und guter Musik gutgehen.

Ein weiteres Angebot war Muldenberg. Bei klarer Schneeluft verlief der Weg durch Wälder und Seenlandschaft. Ziel und Einkehr war die originelle Flößer Hütte.

Am Samstag unternahm die UGV-Abteilung selbständig eine kürzere Wanderung. Denn die Abschiedsveranstaltung am Abend stand erwartungsvoll im Blickpunkt des Tages. Und wir wurden auch nicht enttäuscht. Zwar war die "Wandermuskulatur" in den letzten Tagen stark strapaziert worden, dafür war der Abschlussabend für die Lachmuskeln ein verdienter Ausgleich. So spielte eine 2 Mann-Kapelle flotte Melodien. Als Belustigung trugen die Musiker beide einen zweiten künstlichen Kopf auf dem Kopf. So war ihr Gesicht kaum sichtbar, und nicht zu erkennen. Hier wurden auch Bilder von den vorherigen Wandertagen gezeigt, und der nächste Wintertag Bischhofsgrün benannt.

Am letzten Tag blieb noch der Wunsch, nach Klingenthal zur Vogtland Arena zu wandern, um die Großschanze mit der zwei Hektar große Veranstaltungsfläche im Auslaufbereich zu besichtigen. Sie gesehen zu haben, ist für die Upländer ein regelrechtes "Muss". Doch Fazit war: Für uns ist – wie kann es auch anders sein - unsere Mühlenkopfschanze die aller Schönste!

Am Montagmorgen hieß es wieder "Koffer packen" und ab nach Hause. Die Stadt Schöneck hat den Winterwandertag gut gemeistert, und wir alle haben diese Tage genießen können. Deshalb auch ein dickes Lob nach Schöneck!

Neuwahlen am 30. Oktober 2020


von Dieter Pollack

Die Jahreshauptversammlung 2020, die am Freitag, 30. Oktober 2020 im Kurhotel Hochsauerland 2010 nachgeholt wurde, war in zweifacher Hinsicht etwas Besonderes. Zum einen mussten die Vorgaben der Corona-Verordnungen beachtet werden. Abstandsregeln einhalten und Kontakte vermeiden war also angesagt. Außerdem konnte der gesellige Teil der Versammlung mit dem traditionellen gemeinsamen Abendessen, der für viele der Vereinsmitglieder ein wesentlicher Bestandteil der alljährlichen Versammlungen ausmacht, leider nicht stattfinden. Letztlich konnte der Vereinsvorstand nur 20 Mitglieder zur JHV 2020 begrüßen.

Zum anderen standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung, die folgendes Ergebnis haben:
Vorsitzende: Helmut Kesper, Else Kummer und Manfred Querl
Schriftführerin: Sabine Jäger (Stellvertreter: Achim Kramer)
Kassierer: Armin Schmalz (Stellvertreter: Volker Scholz)
Wanderwart: Manfred Querl
Wegewart: Rudi Horstmann
Presse- und Medienwart: Dieter Pollack

Kassierer Volker Scholz konnte über eine weiterhin solide Kassenlage des Vereins berichten.

Die Ehrung der ausscheidenden Vorstandsmitglieder sowie der langjährigen Vereinsmitglieder werden nachgeholt.